Drohnenaufnahmen für Ferienwohnungen und Ferienhäuser
Bei Ferienunterkünften zählt die Lage oft mehr als die Ausstattung – Luftaufnahmen machen genau das auf einen Blick sichtbar.

Wer eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus vermietet, konkurriert meist nicht über den Preis allein, sondern über den ersten Eindruck auf Portalen wie FeWo-direkt oder der eigenen Website. Anders als bei Hotels ist bei Ferienunterkünften oft genau ein Objekt zu vermarkten – umso mehr zählt jedes einzelne Bild.
Kurz gesagt: Luftaufnahmen eignen sich besonders für Ferienunterkünfte mit Garten, Pool, Seelage oder Bergblick – also für die meisten freistehenden Ferienhäuser und größere Ferienwohnungsanlagen. Dieser Artikel zeigt, was ein gutes Luftbild bei Ferienunterkünften ausmacht und wie sich der Termin am besten planen lässt.
Was Luftaufnahmen bei Ferienunterkünften zeigen sollten
Anders als bei einem Verkaufsexposé geht es hier nicht um Grundstücksgrenzen, sondern um Urlaubsgefühl: Wie nah ist der See, wie groß ist die Terrasse, wie ruhig liegt das Haus? Ein gutes Luftbild beantwortet diese Fragen, bevor der Gast überhaupt anfragt.
Besonders wirkungsvoll sind Aufnahmen, die das Gefühl von Privatsphäre und Weite vermitteln – etwa ein freistehendes Haus mit Abstand zu den Nachbargrundstücken, ein Garten ohne direkte Einsicht von außen oder ein Grundstück, das unmittelbar an Wald oder Wiese angrenzt. Diese Aspekte lassen sich vom Boden aus kaum, aus der Luft aber sofort erfassen.
Regionale Beispiele in Bayern
Ferienregionen wie das Umland von Rosenheim mit Nähe zu Seen und Alpen oder das Passauer Dreiflüsseland profitieren besonders von Luftaufnahmen, die die landschaftliche Lage zeigen. Auch Weinregionen wie Würzburg eignen sich für Ferienunterkünfte mit besonderem Ausblick, etwa über Weinberge oder das Maintal.
In all diesen Regionen ist die Konkurrenz unter Ferienunterkünften oft groß – ein Luftbild, das die spezifische landschaftliche Lage zeigt, kann helfen, sich von ähnlichen Angeboten in der Nachbarschaft abzuheben.
Unterschied zu Airbnb-Vermietungen
Klassische Ferienwohnungsvermietung über eigene Portale unterscheidet sich von der kurzfristigen Vermietung über Airbnb vor allem in der Buchungsdynamik und der Art, wie Bilder präsentiert werden. Für Airbnb-spezifische Besonderheiten haben wir einen eigenen Artikel: Airbnb-Fotos mit Drohne.
Praktische Tipps für den Termin
Da viele Ferienunterkünfte saisonal vermietet werden, lohnt sich die Terminplanung außerhalb der Hauptbelegungszeiten – etwa zwischen zwei Gästewechseln. So bleibt das Grundstück für den Termin frei von persönlichen Gegenständen der aktuellen Gäste, und der Vermieter kann selbst entscheiden, wie Garten und Terrasse für die Aufnahme vorbereitet werden.
Bei mehreren Ferienobjekten am selben Ort – etwa einer kleinen Anlage mit mehreren Häusern – lohnt es sich, alle Objekte in einem Termin zu bündeln, statt für jedes Haus einzeln anzufragen. Das senkt die Kosten pro Objekt und vereinfacht die Terminplanung.
Langfristige Vermarktung über mehrere Saisons
Anders als bei einem einmaligen Immobilienverkauf werden Ferienunterkünfte über Jahre hinweg immer wieder aufs Neue beworben. Aktuelle Luftaufnahmen lohnen sich daher als langfristige Investition: Ein gutes Bildmaterial lässt sich über mehrere Saisons hinweg für Website, Portale und Print-Broschüren nutzen, ohne dass jedes Jahr neu produziert werden muss.
Bei baulichen Veränderungen – etwa einem neuen Pool, einer erweiterten Terrasse oder einer Garten-Umgestaltung – lohnt sich dagegen eine Auffrischung der Aufnahmen, damit das Bildmaterial den tatsächlichen Zustand der Unterkunft widerspiegelt.
Direktvermieter und Verwaltungsagenturen
Manche Ferienobjekte werden direkt vom Eigentümer vermarktet, andere über eine spezialisierte Verwaltungsagentur, die mehrere Objekte im Auftrag verschiedener Eigentümer betreut. In beiden Fällen ist es hilfreich, frühzeitig zu klären, wer die Ansprechperson für den Termin vor Ort ist und wer über die Verwendung der fertigen Aufnahmen entscheidet.
Verwaltungsagenturen mit mehreren Objekten im Portfolio können zudem von gebündelten Terminen für mehrere Ferienunterkünfte profitieren, sofern diese in vertretbarer Entfernung zueinander liegen – das senkt die Kosten pro Objekt gegenüber einzelnen Buchungen.
Abgrenzung zur Vermarktung von Hotels
Anders als bei Hotels, wo ein Luftbild oft die gesamte Anlage mit mehreren Gebäuden zeigt, steht bei Ferienwohnungen und Ferienhäusern meist ein einzelnes Objekt im Mittelpunkt. Das bedeutet, dass jedes Detail der Aufnahme – etwa der Abstand zum nächsten Nachbargrundstück oder die genaue Größe des Gartens – für die Kaufentscheidung eines potenziellen Gastes eine größere Rolle spielt als bei einer großen Hotelanlage.
Wer sowohl Ferienunterkünfte als auch ein Hotel betreibt, kann die Erfahrungen aus unserem Artikel zu Luftaufnahmen für Hotels sinngemäß übertragen, sollte aber bei Ferienunterkünften stärker auf die individuelle Privatsphäre und Alleinlage des jeweiligen Objekts eingehen.
Preisliche Positionierung durch Bildwirkung
Bei Ferienunterkünften im gehobenen Preissegment erwarten Gäste oft ein entsprechend hochwertiges Bildmaterial, das die Besonderheit des Objekts unterstreicht. Ein aussagekräftiges Luftbild kann hier Teil einer stimmigen Gesamtpräsentation sein, die den höheren Preis gegenüber vergleichbaren, aber weniger aufwendig präsentierten Angeboten rechtfertigt.
Umgekehrt gilt: Auch preislich einfachere Ferienunterkünfte profitieren von einem ehrlichen, aber ansprechenden Luftbild, das realistische Erwartungen weckt, statt mit übertriebenen Darstellungen zu enttäuschten Gästen und in der Folge zu schlechteren Bewertungen zu führen.
Vermarktung für internationale Feriengäste
Ferienregionen in Bayern ziehen neben deutschen Gästen häufig auch internationale Urlauber an. Ein aussagekräftiges Luftbild funktioniert dabei sprachunabhängig und kann helfen, die Lagequalität einer Unterkunft auch gegenüber Gästen zu vermitteln, die die deutsche Beschreibung nicht vollständig verstehen. Gerade auf internationalen Buchungsportalen, auf denen Beschreibungstexte automatisch übersetzt werden und dabei an Prägnanz verlieren können, gewinnt das Bildmaterial an Bedeutung für die Entscheidungsfindung der Gäste.
Deliverables: Was Sie konkret für Ihr Listing erhalten
Für eine einzelne Ferienunterkunft ist ein kompaktes Fotopaket mit fünf bis acht Perspektiven meist völlig ausreichend: ein bis zwei Übersichtsaufnahmen des gesamten Grundstücks, ein bis zwei Aufnahmen von Garten oder Pool sowie ein bis zwei Aufnahmen, die die unmittelbare Umgebung – See, Wald, Weinberg – zeigen. Diese Bilder lassen sich direkt in FeWo-direkt, die eigene Website oder Airbnb einbinden.
Wer zusätzlich ein kurzes Video für Social Media plant, erhält meist einen 15- bis 30-sekündigen Clip im vertikalen Format, der sich auf Instagram oder TikTok als Reel veröffentlichen lässt – siehe auch unseren Artikel zu Drohnenvideos für Social Media. Bei der Buchung lohnt es sich, den gewünschten Umfang konkret zu benennen, statt sich auf ein vages „ein paar schöne Bilder“ zu verlassen.
Worauf Vermieter bei der Anbieterauswahl achten sollten
Da Ferienunterkünfte oft in landschaftlich reizvollen, aber auch abgelegeneren Lagen liegen, lohnt sich die Frage, ob ein Anbieter das jeweilige Einsatzgebiet – etwa Alpenvorland, Seenregion oder Weinbaugebiet – bereits kennt. Ortskenntnis erleichtert die Einschätzung, welche Perspektiven die Lage am überzeugendsten zeigen, und verkürzt oft die Abstimmung vor dem Termin.
Ebenso wichtig ist eine klare Kommunikation zum Liefertermin, insbesondere wenn die Aufnahmen noch vor Beginn der nächsten Buchungssaison online gehen sollen. Ein Anbieter, der feste Lieferzeiten zusagt, erleichtert die eigene Zeitplanung deutlich gegenüber einer vagen Aussage wie „in den nächsten Wochen“.
Vorbereitung für Ferienunterkünfte
- Termin liegt zwischen zwei Gästewechseln oder außerhalb der Belegung
- Garten, Terrasse und Pool sind aufgeräumt
- Parkplatz oder Einfahrt ist frei von privaten Fahrzeugen Dritter
- Besondere Umgebungsmerkmale (See, Berg, Altstadtnähe) sind benannt
- Nutzung für Portale (FeWo-direkt, eigene Website) ist geklärt
Häufige Fragen
Ja, besonders wenn Lage oder Ausblick ein Argument sind. Bei sehr kleinen Stadtwohnungen ohne Außenbereich ist der Mehrwert geringer.
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